Motivationstief in der Winterzeit - Was kann man tun?

In diesem Blogartikel erfährst du, was du gegen den WinterBlues tun kannst und wie du neue Motivation schöpfen kannst.

Viele Menschen werden beim Anblick von Schnee glücklich (Quelle: MIKHAIL VASILYEV /unsplash).

Morgens aufwachen und der Himmel ist grau, nicht mal ein winziges Anzeichen von Sonne und das nass-kalte Wetter gibt dir noch den Rest. Du quälst dich aus dem Bett und weißt egal wie viel Kaffee du heute trinkst, du wirst nicht richtig wach. Du kannst dich nicht aufraffen und schleppst dich durch den Tag. Wenn es dir so oder so ähnlich geht, kennst du das typische Motivationstief in der Winterzeit wahrscheinlich gut. Wie du dich in diesem Wintertief motivieren kannst und gegen die Winterdepression ankommt zeigen wir dir in diesem Blogartikel. 

Warum entsteht ein Motivationstief in der Winterzeit? 

Die Frage lässt sich ganz leicht beantworten. Kein Licht- keine Motivation. 

Der Winter kennzeichnet sich insbesondere durch frühen Einbruch der Dunkelheit und weniger Licht tagsüber, aus. Das hindert die Ausschüttung von bestimmten Hormonen wie Serotonin und Noradrenalin, die als Muntermacher des menschlichen Körpers gelten. Die beiden Stoffe haben Auswirkungen auf die Psyche und den Körper. Gemütslage und Motivation werden enorm beeinflusst und durch den Mangel geschwächt. 


Andere Hormone wie etwa Melatonin, das für den Tag-Nacht-Rhythmus verantwortlich ist, werden hingegen aufgrund der Dunkelheit übermäßig ausgeschüttet. Das führt zu Schläfrigkeit, Erschöpfung und schwächt ebenfalls Antrieb und Motivation.

 

Wintermelancholiker oder wirklich depressiv? 

Wir kennen das doch alle, dass man sich im Winter einfach nur im Bett verkriechen will und wie Winterschläfer erst bei Frühlingseinbruch wieder einen Fuß vor die Tür stellen möchten. Ein Wintertief und Motivationslosigkeit in der dunklen Jahreszeit sind völlig normal; es gibt jedoch einen Unterschied zur Winterdepression, auch bekannt als seasonal affective disorder. Diese tritt meist in den Herbst- und Wintermonaten ein und endet im Frühjahr. 

Die Symptome einer Winterdepression:

 

-Müdigkeit bis hin zur Schlafsucht

-Heißhunger 

-Ein Gefühl von Stress und Angst 

-Energielosigkeit 

-Lustlosigkeit 

-Vernachlässigung sozialer Kontakt und eigene Person

 

Quelle: https://www.nhs.uk/conditions/seasonal-affective-disorder-sad/symptoms/

 


Womöglich erkennst du dich in den Symptomen wieder und fragst dich, ob du depressiv bist. Einen Großteil der Symptome verspürt, durch die übermäßige Melatonin-Ausschüttung fast jeder im Winter. Problematisch wird es erst, wenn die Symptome überhand nehmen und deinen Alltag stark beeinflussen. 


Die Depression ist eine ernstzunehmende Krankheit und von Trübsal oder einer schweren Lebensphase, abzugrenzen. Betroffene sind meist auf psychotherapeutische und medikamentöse Hilfe angewiesen und durch Beeinträchtigungen in Psyche und Körper im alltäglichen Leben beeinflusst. 


Also nur weil du schlecht gelaunt bist, hast du noch lange keine Depression, Fachleute sprechen dann eher von einem Winterblues. Die umgangssprachliche Verwendung des Begriffs “Depression” und der einhergehenden Gleichsetzung mit gedrückter Stimmung führt häufig dazu, dass Symptome verharmlost werden und Betroffene sich keine Hilfe suchen. 

Wo finde ich Hilfe?


Eine Depression zu erkenne ist nicht einfach, darf aber nicht unterschätzt werden. 

 

Auf der Website der Stiftung deutsche Depressionshilfe sind die Adressen vieler Klinken in Deutschland zu finden: https://www.deutsche-depressionshilfe.de/depression-infos-und-hilfe/wo-finde-ich-hilfe/klinikadressen

 

Ebenso die kostenfreie Info- Telefon nummer: 

0800 / 33 44 533

Mo, Di, Do: 13:00 – 17:00 Uhr

Mi, Fr: 08:30 – 12:30 Uhr

 

Wenn Du dich in einer akuten Krise befindest, wende dich bitte an deinen behandelnden Arzt oder Psychotherapeuten, die nächste psychiatrische Klinik oder den Notarzt unter 112. Du  erreichst die Telefonseelsorge rund um die Uhr und kostenfrei unter 0800-111 0 111 oder 0800-111 0 222.

Wie motiviere ich mich zur Arbeit? 

Um aus deinem Motivationsloch herauszukommen und dem Winterblues zu entfliehen, sind die folgenden Tipps bewährte Methoden und “Gute-Laune-Verbreiter” im Winter. 

Farben 

Welche Farbe hat deine dickste Winterjacke? Meine ist dunkelbraun. Ist dir schonmal aufgefallen, dass die meisten Menschen im Winter dunkle Kleidung tragen? Das ist zwar sinnvoll, da dunkle Kleidung die Wärme gut absorbiert und uns daher angenehm warm hält, aber ein “gute-laune -Killer”. 

In der Farbpsychologie ist längst bekannt, dass die Farbe unserer Kleidung Stimmung und Psyche beeinflusst, aber auch die Wirkung auf andere. So strahlt zum Beispiel rote Kleidung Durchsetzungsfähigkeit und Temperament aus und gelbe Kleidung Intelligenz. 

Dunkle Farben, insbesondere Schwarz (ja ich weiß, dass ist keine Farbe, sondern eine Schattierung, du weißt worauf ich hinaus will) haben unter anderem eine triste Wirkung und strahlen Pessimismus aus. 

Wie wäre es also, wenn du morgen nicht zum dunklen Rollkragenpulli greifst, sondern ein farbenfrohes Oberteil wählst? 

Frische Luft 

Es ist kalt, Minusgrade, schlechtes Wetter und kaum jemand möchte freiwillig Pulli, Jacke, Schal, Mütze und Handschuhe anziehen, wenn es nicht absolut notwendig ist. 

Einmal am Tag raus an die Frische Luft kann aber Wunder wirken, eine halbe Stunde täglich reicht schon. Die Bewegung sorgt für mehr Glückshormone und baut gleichzeitig 

Stress ab. 

Es gibt auch bestimmte Lampen, die Tageslicht simulieren und so die Serotonin-Produktion anregen, diese sind aber, wegen der möglichen Nebenwirkungen, mit Vorsicht zu genießen. 

Bewegung 

Erst sollst du dir einen bunten Pulli anziehen, dann auch noch rausgehen, wenn es viel zu kalt ist und jetzt verlange ich auch noch von dir dich zu bewegen? 

Alle Horror-Szenarien vereint und der Albtraum für jeden, der im Winter nur eingemummelt auf der Couch liegen möchte. 

Aber es ist wissenschaftlich belegt, dass Bewegung die Lebensqualität verbessert und als natürliches Antidepressivum gilt, da Endorphine ausgeschüttet werden. 

Das bestätigen nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Felix und Max von GETMEFOR.

Die Beiden sind begeisterte Läufer und verschieben gerne mal ein Team-Meeting um joggen gehen zu können. 

Verrückt, ich weiß! Für alle, die nie im Leben freiwillig joggen gehen würden, hier ein paar Vorschläge: 

  • spazieren gehen 
  • home-workouts ( die Auswahl auf YouTube ist riesig) 
  • Springseil-springen (meine lieblings Cardioquelle)
  • Klettern 
  • Schwimmen 
  • Eislaufen 

Sprich darüber 

Manchmal können die besten Tipps auch nicht helfen und man kommt einfach nicht alleine aus diesem Motivationsloch raus. Da kann es besonders hilfreich sein mit anderen darüber zu sprechen, tausch dich mit Freunden und Verwandten aus, lass deinen Gedanken freien Lauf und rede dir alles von der Seele. Das kann dir besonders dabei helfen, deine Gefühle einzuordnen und die Quelle deines Unwohlseins zu identifizieren. Es gibt überhaupt keinen Anlass sich dafür zu schämen, jeder hat mal solche Phasen und es ist heutzutage kein Tabuthema. 

Positive Gedanken

Mach dir bloß keine Vorwürfe! Auch wenn du alles, was du brauchst hast, gesund bist, die Arbeit gut läuft und es keinen ersichtlichen Grund für diese Stimmung gibt, darfst du unmotiviert sein. Aber… nicht bleiben. Hör also auf mit den Vorwürfen, denn das wird dich nur noch mehr runterziehen. Versuch auf andere Gedanken zu kommen und den Ursprung dieser zu finden und daran zu arbeiten. 

Hast du schonmal etwas vom Gesetz der Anziehung oder law of attraction gehört? Das mag für den einen oder anderen zu esoterisch klingen, aber es wirkt. Das Gesetz der Anziehung besagt, dass durch positive Gedanken, positives geschieht. Deine Innenwelt beeinflusst deine Außenwelt in dem Maße, dass Gleiches Gleiches anzieht und du so äußere Zustände beeinflussen kannst. 

Umorientieren 

Erinnere dich selbst daran, was du schon alles erreicht hast und führ dir vor Augen, dass Erfolg verschiedene Facetten hat und nicht nur auf beruflicher Ebene zu messen gilt. 

Wenn du aber merkst, dass dein Beruf dich nicht mehr erfüllt und die Quelle deines Motiviationslochs ist, wird es Zeit sich umzuorientieren.

Aber jetzt bloß keine voreiligen Schlüsse ziehen! Es bringt jetzt nichts einfach deinen Job zu kündigen und mittels des Gesetz der Anziehung dir vorzustellen, dass du einen besseren findest. Sprich mit deinem Vorgesetzten und finde eine Lösung für die Demotivation, womöglich ist die Vergütung nicht mehr leistungsgerecht und du fühlst dich unfair behandelt. 

 


Du kannst dir aber auch ein anonymes Profil auf GETMEFOR.com erstellen und mal schauen, was es für Alternativen gibt. Womöglich findest du deinen Traumjob mit dem passenden Gehalt und bleibst motiviert bei der Arbeit. Probiere es hier aus.

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